Gerrys SchreibBlog(gade)

über das Schreiben

Austria Con 2010

Das Wichtigste zuerst: Schade, dass er schon wieder vorbei ist. In Wien fand am Wochenende vom 17. bis zum 19. September 2010 der Austria Con 2010 statt (unter diesem Link gibt es auch viele weitere Berichte), bei dem die Veranstalter etwa zweihundert Besucher begrüßen durften. Schon zum Freitag, der traditionell dem Vor-Con gewidmet ist und quasi zum Aufwärmen dient, kamen neunzig Gäste, die gleich das Animations-Video von Raimund Peter genießen konnten. Perry, Atlan, Gucky und Icho Tolot landeten mit einer Space-Jet in Wien, wo neben einer Hundertschaft Roboter auch ein einsames Polizeifahrzeug wartete:

Marc A. Herren lud zum Flämmchenritual der Atto und zu der anschließend mit verteilten Rollen gelesenen Geschichte „Helden im Ruhestand“. Wer dabei war, hat sicher bemerkt, wie schwierig es ist, wenn sich sechs Leute um EIN Mikrofon streiten, das zwischen Augen und Textzettel baumelt (ich weiß, wovon ich spreche, ich habe ja schließlich den Erzähler gemimt :-)). Danke, Gerhard, für die Fotos fürs Weblog.

Das Programm am Samstag und Sonntag Vormittag war dicht gedrängt. Ein paar Highlights: Gilbert Hangel nahm genüsslich den Mythos „2012“ auseinander (die Erde wird also NICHT untergehen); Michael M. Thurner berichtete von seiner Arbeit bei Rhodan, Atlan und Turil; Marc A. Herren, Achim Mehnert und Götz Roderer erzählten von Atlan und Atlan X (einer von den dreien schreibt lieber Exposés, ein anderer von ihnen lieber die Romane – wer was, kann jeder selber raten).

SUNQUEST versus ELFENZEIT brachte neben Uschi Zietsch eine illustre Runde aus Autoren und Zeichnern aufs Podium (nebenbei bemerkt waren 15 ehemalige Teilnehmer von Uschis Schreibwerkstätten auf dem Con.

Christian Montillon und Wim Vandemaan berichteten vom Heyne-Ziegel JUPITER (das „Taschen“-Buch wird immerhin gut 1000 Seiten bieten!), das einen neuen Blick auf das System des Riesenplaneten und seine Monde werfen wird (immerhin ist die größte Stadt des Solsystems Galileo City auf dem Jupitermond Ganymed mit heftigen 130 Millionen Einwohner, Terrania hat „nur“ 120).

Pepi Hopf bewies mit seinem Kabarettprogramm, dass man gute Abendunterhaltung auch ohne Perry Rhodan bieten kann – wer bringt schon (ehrlich!) Reime auf die Wörter Pentagondodekaeder, Mensch, oder Dimesextatriebwerk (Hallo Klaus :-)) zustande? Pepi Hopf heimste sich den Respekt der Anwesenden ein, indem er bei der Erwähnung des Triebwerks mit „gab es da nicht eine Rückrufaktion?“ konterte. Wer Pepi Hopf versäumt hat – hier ist der Teil mit dem Friedhofsgärtner:

Traditionsgemäß das meiste Echo gab es beim Programmpunkt „Das Universum entsteht in Wuppertal“ mit Exposé-Redakteur Uwe Anton und bei der abschließenden Elefantenrunde mit allen anwesenden Perry Rhodan-Autoren, die wie immer NICHTS zum laufenden Zyklus preisgaben. Naja, ein paar kleine Brocken wurden dem neugierigen Fan-Volk schon zugeworfen: wie der Zyklus ausginge, stünde bereits in einem Roman, den sogar Uwe geschrieben hat (da wurde natürlich prompt gemutmaßt, dass es ES an den Kragen ginge); 2600 würde Uwe himself schreiben; und bei den Alaska-Romanen würde auf der letzten Seite nicht ENDE stehen, sondern HE WILL BE BACK.

Erwähnen möchte ich noch eine kleine Anekdote, als am Samstag Abend die Tür zum Con-Gebäude für einige Zeit versperrt war und kein Schlüsserl auffindbar war. Begonnen hat es damit, dass ein Polizeiauto auf dem leeren Rathausplatz stehen blieb, der Fahrer ausstieg, ein Foto schoss, wieder einstieg und losfuhr. Trotz sofortiger Nachschau konnten wir zu dritt nicht erkennen, was dort fotografierenswert gewesen wäre. Einiges Aufsehen erregte dann, als vor dem Rathaus ein mit ÖVP-Wahlplakaten beklebter Smart abgeschleppt wurde und ein mit SPÖ-Wahlplakaten beklebter Bus den freien Parkplatz ergatterte.

Zusammenfassend möchte ich sagen: Es war schön in Wien! Danke an die unermüdlichen Veranstalter und besonders an Erich Loidl, Wolfgang Zenker, Roman Schleifer und die Fleißigen, die uns die drei Tage über bewirteten. Es war schön, so viele bekannte (und ein paar vorher unbekannte) Gesichter zu sehen, mit all den Leuten zu plaudern, zu lachen, und gemütlich zusammenzusitzen.

Auch wenn es noch keinen Termin für den nächsten Wien-Con gibt: ich komme bestimmt!

Advertisements

20. Sep 2010 - Posted by | Perry Rhodan, Science Fiction

Sorry, the comment form is closed at this time.