Gerrys SchreibBlog(gade)

über das Schreiben

Direkte Rede

Wie viel wurde in den letzten Jahren über die Rechtschreibreform gelästert. Den einen war sie zu streng und den anderen ging sie nicht weit genug (Stichwort: komplettes Eliminieren des „ß“ wie in der Schweiz, oder generelle Kleinschreibung). Doch eine Neuregelung ist wirklich eine Vereinfachung, und zwar die Handhabung des Kommas in der direkten Rede. Das Komma wird bei der direkten Rede grundsätzlich nicht weggelassen, wenn ein Kommentarsatz folgt oder nach ihr weitergeht.

Beispiele:
„Ich fahre in die Stadt”, sagte sie. (ohne Punkt vor dem Hochkomma – ein bisschen inkonsistent :-)
„Ich fahre in die Stadt”, sagte sie. „Einkaufen.“ (groß weiter, mit Punkt)
„Wie heißt du?”, fragte sie mich.
„Ich hasse dich!”, rief sie.
Sie sagte: „Ich fahre in die Stadt”, und ging hinaus. (nach dem Doppelpunkt groß weiter)
„Ich fahre”, sagte sie langsam und betont, „in die Stadt.” (obwohl es sich komisch anhört)

Besser wäre natürlich, statt der Kommentarsätze Handlung einfließen zu lassen:
„Ich hasse dich!” Sie lief hinaus und knallte die Tür zu.

Quelle: u.a. Duden

Apropos: Die neue deutsche Rechtschreibung ist seit 1. August in Deutschland verbindlich, in Österreich dauert die Übergangsfrist bis zum 1. August 2008, im deutschsprachigen Teil der Schweiz bis August 2009.

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10. Aug 2007 - Posted by | Deutsche Rechtschreibung, Rechtschreibung, Schreiben

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