Gerrys SchreibBlog(gade)

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Lesung in Wolfenbüttel

lesung.jpgHier ist nun der versprochene Bericht von der Lesung zu „Mord in Wolfenbüttel“ von G. Meinsam, die am 30. Juni im Kulturbahnhof Wolfenbüttel über die Bühne ging:

Wow, auf den ersten Blick sieht der Raum, in dem die Lesung stattfinden soll, beeindruckend aus. Mehrere Reihen von Stühlen, rechts ein Tisch mit den Büchern frisch aus der Druckerei, links die Technik, und vor all dem das Podium eingerahmt von rotem Samt. Auf der Wand dahinter läuft eine Präsentation mit Impressionen vom Krimi-Workshop.

Auf den zweiten Blick beunruhigt mich die schiere Menge der Stühle. Werden wirklich so viele Interessierte kommen? Freilich, Olaf Kutzmutz (Programmleiter für Literatur an der Bundesakademie) und die Wolfenbütteler Zeitung haben tüchtig die Werbetrommel gerührt, aber gleich hundert Plätze?

Diese Angst stellt sich als unbegründet heraus. Im Gegenteil, der Raum füllt sich rasch, sodass der Veranstalter weitere Stühle herbei schaffen muss. Ist es hier wirklich so warm? Ich bin für den zweiten Programmpunkt vorgesehen, und versuche mit zittrigen Fingern mein Funkmikrofon zu montieren.

Nach der Begrüßung gibt der Profi Jürgen Kehrer eine Kurzgeschichte zum Besten, bevor ich meinen ersten Auftritt habe. Während der Applaus für Jürgen verebbt, nehme ich meinen Platz am Podium ein und wünsche den Frosch im Hals zum Teufel. Olaf Kutzmutz moderiert das Podiumsgespräch zur Entstehung des Krimis in launiger Manier, womit er nicht nur das Publikum zum Lachen bringt. Relativ entspannt verfolge ich dann, wie Olaf und Dorothea die ersten beiden Kapitel des Romans vortragen.

lesung2.jpgDer Moderator schickt die Besucher zu Snacks und Getränken in die Pause. Ich bin schon neugierig, wie viele danach noch da sein werden, habe aber plötzlich keine Zeit, weiter darüber nachzudenken, weil ich die ersten Autogramme meines Lebens geben muss. Jürgen amüsiert sich über unser dilettantisches Vorgehen und gibt uns den Tipp, zumindest das Datum und ein paar freundliche Worte hinzuschreiben, was uns nach dem fünfzigsten Exemplar auch einigermaßen gelingt.

Rechtzeitig zu meinem zweiten Auftritt stellt sich der Frosch wieder ein. Heli, Sabine, Annegret, und Grit bringen ihre Kapitel schauspielerisch perfekt, und Jürgen beschließt den Abend mit einer Kürzestgeschichte. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend, den ich nie vergessen werde.

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3. Jul 2006 - Posted by | Krimi, Schreiben

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