Gerrys SchreibBlog(gade)

über das Schreiben

William Voltz Award 2009

Mittlerweile stehen beim William Voltz Award 2009 die Sieger fest. Gewonnen hat Christian Kathan mit „Ein Augenblick Unendlichkeit“, auf dem zweiten Platz landete Dieter Bohn mit „sefer chajim“, gefolgt von Frederic Brake mit der Story „Flüchtige Gedanken“. Gratulation an die Gewinner und ein Dank an die Jury (Hans Kneifel, Klaus Bollhöfener, und Dirk Hess), die die ganzen Geschichten gelesen und bewertet haben!
Wer die Geschichten noch nicht gelesen hat, findet sie hier.

5. Nov 2009 Verfasst von gerry | Kurzgeschichten, Lesen, Schreiben, Science Fiction | | Noch keine Kommentare

William Voltz Award 2009 – online lesen

Inzwischen sind die zum William Voltz Award eingesandten Kurzgeschichten online, sodass sie jedermann lesen kann. Mit einer Maximallänge von je 16.000 Zeichen ist es bei 58 Science Fiction-Geschichten auch kein großer Zeitaufwand, sie zu lesen.
In der Jury sitzen heuer Hans Kneifel (Autor von historischen Romanen, Science Fiction, Fantasy und Horror), Klaus Bollhöfener (Marketingleiter von Perry Rhodan) und Dirk Hess (Autor, Übersetzer). Sie werden es nicht einfach haben.
Viel Spaß beim Lesen!

22. Sep 2009 Verfasst von gerry | Kurzgeschichten, Lesen, Science Fiction | | Noch keine Kommentare

Was von uns übrig bleibt

Zwei traurige Ereignisse überschatteten meinen literarischen August. Da ich mich neben dem Schreiben von Kurzgeschichten und Romanen auch mit dem Verfassen von Drehbüchern beschäftige, kaufte ich mir vor mittlerweile drei Monaten das Buch Save the Cat! Goes to the Movies: The Screenwriter’s Guide to Every Story Ever Told von Blake Snyder. Der Autor von Drehbüchern wie Stop! Oder meine Mami schießt, das mit Sylvester Stallone verfilmt wurde, verfasste zwei Bücher und ein Schreibprogramm in der Reihe Save the Cat!. Diesen Ausdruck hat Blake für die erste Szene verwendet, in der der Held einer Geschichte das erste Mal auftaucht. Unser erster Eindruck vom Helden fällt dabei positiver aus, wenn er oder sie dabei etwas Nettes tut, so wie Sigourney Weaver in Alien, die in ihrer ersten Szene eine Katze rettet.

Beim Lesen des oben erwähnten Buches fand ich auch Blakes Internetadresse und surfte sie sogleich an. Zu meinem Bedauern musste ich feststellen, dass Blake Snyder am Vortag (4. August) an Herzstillstand verstorben war! Wie sehr er die Gemeinde der Drehbuchautoren beeinflusst und motiviert hat, sieht man an den mittlerweile über 600 Kondolenzeinträgen in seinem Weblog.

Der zweite unvermittelte Tod betraf Robert Feldhoff, den Chefautor und Verfasser der Exposés der Science Fiction Heftserie Perry Rhodan, der am 17. August seiner schweren Erkrankung erlag. Ich erinnere mich noch, wie viele Fans am Con in Garching die Flipcharts mit den Besserungswünschen unterzeichneten. Leider hat Robert aufgrund seiner Exposé-Tätigkeit nur mehr wenige Romane schreiben können, doch diese werden mir immer als besondere Highlights der Serie in Erinnerung bleiben. Wer sich ein Bild von Roberts Ideenreichtum machen will, kann dies aktuell mit dem Perry Rhodan Planetenroman Nr. 2 Die Show der Sterne tun, das es als Taschenheft an den Kiosken gibt.

Bei all der Fassungslosigkeit und Trauer bleibt uns jedoch, an die beiden zu denken; die Erinnerung an sie hoch zu halten, in ihrem Sinne weiter zu arbeiten; ihre Werke zu lesen, zu bewundern, und daraus zu lernen.

Blake und Robert, wir werden Euch vermissen!

2. Sep 2009 Verfasst von gerry | Bücher, Drehbuch, Lesen, Schreiben, Science Fiction, Software | | Noch keine Kommentare

Lesungen Steiermark

In der Steiermark gibt es immer wieder Lesungen mit Schriftstellern. Besonders hervorheben möchte ich die Buchhandlung Plautz sowie die Buchhandlung Moser. Hier finden Interessierte die nächsten Veranstaltungen:

Buchhandlung Plautz (Gleisdorf und Weiz):

http://plautz.at/plautz/index.jsp?auswahl=EVENT%20Einladung

2.3. Daniel Glattauer in Gleisdorf: „Alle sieben Wellen“

3.3. Julian Schutting in Weiz: „An den Mond“

4.3. Friederike Schwab in Gleisdorf: Bilder und Texte

Buchhandlung Moser (Graz):

http://www.buchmoser.at/

3.3. Sepp Porta, Michael Hlatky: „Stress verstehen – Burnout besiegen“

7.3. Evelin Senarclens de Grancy: „Feuer unter den Füssen“

2. Mär 2009 Verfasst von gerry | Lesen | | Noch keine Kommentare

William Voltz Award 2007

Neues gibt es vom William Voltz Award zu berichten: alle eingesandten Kurzgeschichten sind mittlerweile online, unter anderem „Pluto“ von Gerd Rau. Mit über 70 Science Fiction Storys bietet das genug Lesestoff für verregnete Herbstwochenenden!

25. Sep 2007 Verfasst von gerry | Kurzgeschichten, Lesen, Schreiben, Science Fiction | | Noch keine Kommentare

Wenn einer eine Reise tut

Reisen bildet, das wird jeder bestätigen können. Trotzdem ist es komisch, wenn einem manche Erkenntnis wie Schuppen von den Augen fällt. So geschehen beim Wochenend-Trip nach Paris: In der Conciergerie, die während der Französischen Revolution als Gefängnis diente, waren in der ersten Halle die „Gens d’arms“ (= Männer mit Waffen) untergebracht. Daher kommt also des Word Gendarm.

Und die zweite Entdeckung (sie verbrachte dort ihre letzten Stunden vor der Hinrichtung): die Habsburger-Prinzessin Marie Antoinette hieß – irgendwie klar – in Wirklichkeit Maria Antonia (Josepha Johanna)!

4. Jun 2007 Verfasst von gerry | Lesen | | Noch keine Kommentare

Leseprobe

krimiDamit ihr einen kleinen Vorgeschmack bekommt, folgt eine Leseprobe aus einem meiner Texte in Mord in Wolfenbüttel:

Schneidereit setzte sich an seinen Computer. Am Bildschirm vorbei fiel sein Blick auf das geschäftige Treiben auf der Straße unter ihm. Die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein, auf dem Weg zum samstäglichen Wochenmarkt, wo alte Fachwerkhäuser die Marktstände wie seit Hunderten von Jahren umrahmten. Beim Gedanken an die Produkte der Bauern aus der Umgebung, an all die Schinken und Würste, zeigte sein Magen mit einem lauten Knurren, dass das Frühstück am Morgen ausgefallen war.

Schneidereit schüttelte den Gedanken an die Idylle ab. Er ging seine Liste durch: Mahler, Schuster, Wolfert.

Als erstes informierte er sich in der Zentralen Meldekartei und im Strafregister über die drei. Veronika Mahler stammte aus Hannover und war ein unbeschriebenes Blatt.

Den Oberstudienrat Schuster kannte Schneidereit schon lange. Zu lange! Karl-Heinz Schuster hatte als Referendar im Theodor-Heuss-Gymnasium seine Karriere als Germanist und Spezialist für Latein begonnen und ihm das Leben schwer gemacht. Mit Schaudern erinnerte er sich an die unzähligen Übersetzungen, bei denen er nie wusste, ob nun die Frösche oder die Jungfrauen auf dem Ast saßen.

Umso mehr freute es ihn, als er sah, dass Schuster einen Punkt in Flensburg eingetragen hatte. Schneidereit wollte die Details abfragen. Wie ging das noch mal? War es F5 oder F6? Als am Bildschirm die Frage „Datensatz ändern“ erschien, wusste er, dass er doch F6 hätte nehmen sollen. Aha, sechzig in einer Wohnstraße gefahren, geschah dem guten Oberstudienrat ganz recht.

Blieb Lothar Wolfert. Er wohnte in einer besseren Gegend in Magdeburg, fuhr einen dicken Audi A6, keine Vorstrafen, oder zumindest so lange her, dass sie inzwischen getilgt waren. Wo konnte er noch nachsehen?

27. Jul 2006 Verfasst von gerry | Krimi, Lesen, Schreiben | | Noch keine Kommentare