Gerrys SchreibBlog(gade)

über das Schreiben

Autorentreffen Nürnberg 2009

Einen Fixtermin für 2009 gibt es schon: Das Autorentreffen Nürnberg zu Christi Himmelfahrt (21. Mai).

Das vorläufige Programm bestreiten:

Roland Rosenbauer von Radio Charivari Nürnberg mit dem Seminar „Schreiben für das Hören“
Dr. Edith Kneifl, Glauser-Preisträgerin aus Wien: „Detektive der Seele“, und
Titus Müller: „Wie überarbeite ich mein Manuskript so, dass es Lektoren und Leser begeistert? Tipps und Tricks, vom Finden schwacher Szenen bis zum Satzbau und zum besten Einstieg“

Wer erste Eindrücke sammeln will, was ihm geboten wird: Hier gibt es Berichte vom Autorentreffen 2008.

Update: hier ist der Bericht zum Autorentreffen 2009.

30. Okt 2008 Verfasst von gerry | Krimi, Schreiben | , , | Noch keine Kommentare

Leseprobe

krimiDamit ihr einen kleinen Vorgeschmack bekommt, folgt eine Leseprobe aus einem meiner Texte in Mord in Wolfenbüttel:

Schneidereit setzte sich an seinen Computer. Am Bildschirm vorbei fiel sein Blick auf das geschäftige Treiben auf der Straße unter ihm. Die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein, auf dem Weg zum samstäglichen Wochenmarkt, wo alte Fachwerkhäuser die Marktstände wie seit Hunderten von Jahren umrahmten. Beim Gedanken an die Produkte der Bauern aus der Umgebung, an all die Schinken und Würste, zeigte sein Magen mit einem lauten Knurren, dass das Frühstück am Morgen ausgefallen war.

Schneidereit schüttelte den Gedanken an die Idylle ab. Er ging seine Liste durch: Mahler, Schuster, Wolfert.

Als erstes informierte er sich in der Zentralen Meldekartei und im Strafregister über die drei. Veronika Mahler stammte aus Hannover und war ein unbeschriebenes Blatt.

Den Oberstudienrat Schuster kannte Schneidereit schon lange. Zu lange! Karl-Heinz Schuster hatte als Referendar im Theodor-Heuss-Gymnasium seine Karriere als Germanist und Spezialist für Latein begonnen und ihm das Leben schwer gemacht. Mit Schaudern erinnerte er sich an die unzähligen Übersetzungen, bei denen er nie wusste, ob nun die Frösche oder die Jungfrauen auf dem Ast saßen.

Umso mehr freute es ihn, als er sah, dass Schuster einen Punkt in Flensburg eingetragen hatte. Schneidereit wollte die Details abfragen. Wie ging das noch mal? War es F5 oder F6? Als am Bildschirm die Frage „Datensatz ändern“ erschien, wusste er, dass er doch F6 hätte nehmen sollen. Aha, sechzig in einer Wohnstraße gefahren, geschah dem guten Oberstudienrat ganz recht.

Blieb Lothar Wolfert. Er wohnte in einer besseren Gegend in Magdeburg, fuhr einen dicken Audi A6, keine Vorstrafen, oder zumindest so lange her, dass sie inzwischen getilgt waren. Wo konnte er noch nachsehen?

27. Jul 2006 Verfasst von gerry | Krimi, Lesen, Schreiben | | Noch keine Kommentare

Tolle Rezension

Besonders gefreut hat mich die Rezension von Caren Löwner zu „Mord in Wolfenbüttel“, die auf der Webseite Deutsche-Krimi-Autoren erschienen ist:
„Kompliment für Idee und Verwirklichung dieses Buchprojektes. Von der ersten bis zur letzten Seite macht das Lesen Freude und es wird viel Spannung geboten. Der Leser ist ständig mit einbezogen in die Story und muss sich am Ende, wie auch der Kommissar, für einen Täter entscheiden. Die Autoren und Autorinnen haben diese Entscheidung nicht leicht gemacht und ständig kleine Fallen eingebaut. Vorsicht, wer viel auffällt ist noch lange kein Täter. Fazit: Mörderisch und originell. Empfehlenswert!“
Bewertung: **** (von 5 möglichen)
(Zitat Deutsche-Krimi-Autoren, G. Meinsam)

23. Jul 2006 Verfasst von gerry | Krimi, Schreiben | | Noch keine Kommentare

Lesung in Wolfenbüttel

lesung.jpgHier ist nun der versprochene Bericht von der Lesung zu „Mord in Wolfenbüttel“ von G. Meinsam, die am 30. Juni im Kulturbahnhof Wolfenbüttel über die Bühne ging:

Wow, auf den ersten Blick sieht der Raum, in dem die Lesung stattfinden soll, beeindruckend aus. Mehrere Reihen von Stühlen, rechts ein Tisch mit den Büchern frisch aus der Druckerei, links die Technik, und vor all dem das Podium eingerahmt von rotem Samt. Auf der Wand dahinter läuft eine Präsentation mit Impressionen vom Krimi-Workshop.

Auf den zweiten Blick beunruhigt mich die schiere Menge der Stühle. Werden wirklich so viele Interessierte kommen? Freilich, Olaf Kutzmutz (Programmleiter für Literatur an der Bundesakademie) und die Wolfenbütteler Zeitung haben tüchtig die Werbetrommel gerührt, aber gleich hundert Plätze?

Diese Angst stellt sich als unbegründet heraus. Im Gegenteil, der Raum füllt sich rasch, sodass der Veranstalter weitere Stühle herbei schaffen muss. Ist es hier wirklich so warm? Ich bin für den zweiten Programmpunkt vorgesehen, und versuche mit zittrigen Fingern mein Funkmikrofon zu montieren.

Nach der Begrüßung gibt der Profi Jürgen Kehrer eine Kurzgeschichte zum Besten, bevor ich meinen ersten Auftritt habe. Während der Applaus für Jürgen verebbt, nehme ich meinen Platz am Podium ein und wünsche den Frosch im Hals zum Teufel. Olaf Kutzmutz moderiert das Podiumsgespräch zur Entstehung des Krimis in launiger Manier, womit er nicht nur das Publikum zum Lachen bringt. Relativ entspannt verfolge ich dann, wie Olaf und Dorothea die ersten beiden Kapitel des Romans vortragen.

lesung2.jpgDer Moderator schickt die Besucher zu Snacks und Getränken in die Pause. Ich bin schon neugierig, wie viele danach noch da sein werden, habe aber plötzlich keine Zeit, weiter darüber nachzudenken, weil ich die ersten Autogramme meines Lebens geben muss. Jürgen amüsiert sich über unser dilettantisches Vorgehen und gibt uns den Tipp, zumindest das Datum und ein paar freundliche Worte hinzuschreiben, was uns nach dem fünfzigsten Exemplar auch einigermaßen gelingt.

Rechtzeitig zu meinem zweiten Auftritt stellt sich der Frosch wieder ein. Heli, Sabine, Annegret, und Grit bringen ihre Kapitel schauspielerisch perfekt, und Jürgen beschließt den Abend mit einer Kürzestgeschichte. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend, den ich nie vergessen werde.

3. Jul 2006 Verfasst von gerry | Krimi, Schreiben | | 2 Kommentare

Mord in Wolfenbüttel

Schünemannsche MühleIm Oktober des Vorjahres nahm ich an einem spannenden Krimi-Seminar der Bundesakademie Wolfenbüttel teil, das der Münsteraner Autor Jürgen Kehrer, bekannt durch seine Wilsberg-Romane, leitete. Die Aufgabe für uns zehn Schriftsteller war, an einem langen Wochenende einen Kriminalroman fertigzustellen. Das Ergebnis dieses Versuches kann man als durchaus gelungen bezeichnen:

Am 30. Mai findet die Buchpremiere von „Mord in Wolfenbüttel“ statt (Lesung im Kulturbahnhof Wolfenbüttel, 20 Uhr). Ab 13. Mai erfolgt der Vorabdruck in der Braunschweiger Zeitung.

Das Buch erscheint in der Reihe der Regionalkrimis des Prolibris Verlags, 128 Seiten, 9,90 €. Sobald es auch über Amazon erhältlich ist, werde ich einen entsprechenden Link posten.

Interessant sind auch das Vorwort von Jürgen Kehrer und das Nachwort von Olaf Kutzmutz.

16. Mai 2006 Verfasst von gerry | Krimi, Schreiben | | 1 Kommentar