Gerrys SchreibBlog(gade)

über das Schreiben

Leseprobe

krimiDamit ihr einen kleinen Vorgeschmack bekommt, folgt eine Leseprobe aus einem meiner Texte in Mord in Wolfenbüttel:

Schneidereit setzte sich an seinen Computer. Am Bildschirm vorbei fiel sein Blick auf das geschäftige Treiben auf der Straße unter ihm. Die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein, auf dem Weg zum samstäglichen Wochenmarkt, wo alte Fachwerkhäuser die Marktstände wie seit Hunderten von Jahren umrahmten. Beim Gedanken an die Produkte der Bauern aus der Umgebung, an all die Schinken und Würste, zeigte sein Magen mit einem lauten Knurren, dass das Frühstück am Morgen ausgefallen war.

Schneidereit schüttelte den Gedanken an die Idylle ab. Er ging seine Liste durch: Mahler, Schuster, Wolfert.

Als erstes informierte er sich in der Zentralen Meldekartei und im Strafregister über die drei. Veronika Mahler stammte aus Hannover und war ein unbeschriebenes Blatt.

Den Oberstudienrat Schuster kannte Schneidereit schon lange. Zu lange! Karl-Heinz Schuster hatte als Referendar im Theodor-Heuss-Gymnasium seine Karriere als Germanist und Spezialist für Latein begonnen und ihm das Leben schwer gemacht. Mit Schaudern erinnerte er sich an die unzähligen Übersetzungen, bei denen er nie wusste, ob nun die Frösche oder die Jungfrauen auf dem Ast saßen.

Umso mehr freute es ihn, als er sah, dass Schuster einen Punkt in Flensburg eingetragen hatte. Schneidereit wollte die Details abfragen. Wie ging das noch mal? War es F5 oder F6? Als am Bildschirm die Frage „Datensatz ändern“ erschien, wusste er, dass er doch F6 hätte nehmen sollen. Aha, sechzig in einer Wohnstraße gefahren, geschah dem guten Oberstudienrat ganz recht.

Blieb Lothar Wolfert. Er wohnte in einer besseren Gegend in Magdeburg, fuhr einen dicken Audi A6, keine Vorstrafen, oder zumindest so lange her, dass sie inzwischen getilgt waren. Wo konnte er noch nachsehen?

27. Jul 2006 Verfasst von gerry | Krimi, Lesen, Schreiben | | Noch keine Kommentare

Sicherheit im Internet

Ein wichtiger Aspekt bei der Recherche im Internet ist immer wieder die Sicherheit: wie schütze ich mich bei meinen Ausflügen in den Datenozean vor Hackern, Viren und Trojanern? Ich versuche hier, diese Frage mit möglichst geringem finanziellen Aufwand zu beantworten.

Der erste Grundsatz, den man beherzigen sollte: absolute Sicherheit gibt es nicht! Deshalb darf man auch bei aller Vorsorge durch Abwehr-Programme nicht auf ein Sicherungskonzept vergessen. Die meisten modernen PCs verfügen über DVD- oder zumindest CD-Brenner, mit denen eine Sicherung der wichtigsten Daten in wenigen Minuten erledigt ist. Wer seine kompletten Partitionen sichern möchte, sollte sich die Trial-Version (15 Tage) von Acronis True Image Home ansehen. Danach kostet es ca. 50 Euro. Ältere (Freeware-)Versionen findet man auf CDs von Computerzeitschriften oder auf VNUnet (Online-Registrierung).

Daneben schadet ein Virenscanner auf keinen Fall, ganz im Gegenteil. Neben kommerziellen Programmen gibt es hier den kostenlosen AntiVir PersonalEdition Classic. Vor heimtückischer Spyware oder bösartigen Trojanern schützen die Programme Ad-Aware SE und Spybot – Search & Destroy.

Eine Personal Firewall schützt den PC vor Attacken aus dem Internet, beispielsweise ZoneAlarm. Noch besser ist es, zusätzlich einen kleinen Router als Hardware-Firewall zwischen den eigen PC oder das eigene Netz und das Internet zu hängen. Die vergleichsweise geringen Kosten von 40 Euro für einen ADSL-Router ohne Funknetz (und 60 mit WLAN, beispielsweise von Linksys mit WPA2-Verschlüsselung) bewirken, dass die Computer aus dem Internet nicht mehr angegriffen werden können. Vorsicht sollte man aber beim Ansurfen von unbekannten Webseiten, beim Download, und beim Öffnen von Mails walten lassen. Hier hilft die Firewall nicht.

Die Sicherheit seines Computers oder Netzwerks mit und ohne (Gott bewahre!) Firewall oder Router kann man testen. Über Online-Portscanner wie Sygate oder ShieldsUP! von GRC werden offene Ports und Sicherheitslücken gemeldet.
Last but not least: regelmäßige Updates der Signatur-Dateien von Virenscanner und Spyware-Detektoren sind absolut notwendig! Dafür bieten die meisten erwähnten Programme eigene Buttons.

26. Jul 2006 Verfasst von gerry | Software | | Noch keine Kommentare

Tolle Rezension

Besonders gefreut hat mich die Rezension von Caren Löwner zu „Mord in Wolfenbüttel“, die auf der Webseite Deutsche-Krimi-Autoren erschienen ist:
„Kompliment für Idee und Verwirklichung dieses Buchprojektes. Von der ersten bis zur letzten Seite macht das Lesen Freude und es wird viel Spannung geboten. Der Leser ist ständig mit einbezogen in die Story und muss sich am Ende, wie auch der Kommissar, für einen Täter entscheiden. Die Autoren und Autorinnen haben diese Entscheidung nicht leicht gemacht und ständig kleine Fallen eingebaut. Vorsicht, wer viel auffällt ist noch lange kein Täter. Fazit: Mörderisch und originell. Empfehlenswert!“
Bewertung: **** (von 5 möglichen)
(Zitat Deutsche-Krimi-Autoren, G. Meinsam)

23. Jul 2006 Verfasst von gerry | Krimi, Schreiben | | Noch keine Kommentare

Ein neuer Cursor für Word

VippyDiesmal ein kleines Hilfsprogramm, das das Arbeiten mit Word erleichtert. Vippy verhindert, dass man den Cursor nicht auf Anhieb wieder findet. Der einfache, aber wirkungsvolle Trick: die Eingabemarke wird von schwarz auf rot umgefärbt.

Weiterführende Links:
Download Vippy
Update: Leider ist die obige Webseite nicht mehr erreichbar, deshalb hier der Download-Link von Chip.de

18. Jul 2006 Verfasst von gerry | Schreiben, Software | | 4 Kommentare

Lesung in Wolfenbüttel

lesung.jpgHier ist nun der versprochene Bericht von der Lesung zu „Mord in Wolfenbüttel“ von G. Meinsam, die am 30. Juni im Kulturbahnhof Wolfenbüttel über die Bühne ging:

Wow, auf den ersten Blick sieht der Raum, in dem die Lesung stattfinden soll, beeindruckend aus. Mehrere Reihen von Stühlen, rechts ein Tisch mit den Büchern frisch aus der Druckerei, links die Technik, und vor all dem das Podium eingerahmt von rotem Samt. Auf der Wand dahinter läuft eine Präsentation mit Impressionen vom Krimi-Workshop.

Auf den zweiten Blick beunruhigt mich die schiere Menge der Stühle. Werden wirklich so viele Interessierte kommen? Freilich, Olaf Kutzmutz (Programmleiter für Literatur an der Bundesakademie) und die Wolfenbütteler Zeitung haben tüchtig die Werbetrommel gerührt, aber gleich hundert Plätze?

Diese Angst stellt sich als unbegründet heraus. Im Gegenteil, der Raum füllt sich rasch, sodass der Veranstalter weitere Stühle herbei schaffen muss. Ist es hier wirklich so warm? Ich bin für den zweiten Programmpunkt vorgesehen, und versuche mit zittrigen Fingern mein Funkmikrofon zu montieren.

Nach der Begrüßung gibt der Profi Jürgen Kehrer eine Kurzgeschichte zum Besten, bevor ich meinen ersten Auftritt habe. Während der Applaus für Jürgen verebbt, nehme ich meinen Platz am Podium ein und wünsche den Frosch im Hals zum Teufel. Olaf Kutzmutz moderiert das Podiumsgespräch zur Entstehung des Krimis in launiger Manier, womit er nicht nur das Publikum zum Lachen bringt. Relativ entspannt verfolge ich dann, wie Olaf und Dorothea die ersten beiden Kapitel des Romans vortragen.

lesung2.jpgDer Moderator schickt die Besucher zu Snacks und Getränken in die Pause. Ich bin schon neugierig, wie viele danach noch da sein werden, habe aber plötzlich keine Zeit, weiter darüber nachzudenken, weil ich die ersten Autogramme meines Lebens geben muss. Jürgen amüsiert sich über unser dilettantisches Vorgehen und gibt uns den Tipp, zumindest das Datum und ein paar freundliche Worte hinzuschreiben, was uns nach dem fünfzigsten Exemplar auch einigermaßen gelingt.

Rechtzeitig zu meinem zweiten Auftritt stellt sich der Frosch wieder ein. Heli, Sabine, Annegret, und Grit bringen ihre Kapitel schauspielerisch perfekt, und Jürgen beschließt den Abend mit einer Kürzestgeschichte. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend, den ich nie vergessen werde.

3. Jul 2006 Verfasst von gerry | Krimi, Schreiben | | 2 Kommentare